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Fische und Krebse
Quelle: Fisch und Krebsatlas Liechtensteins

Äsche

Thymallus thymallus
 


 
Merkmale
Länge zirka 35 cm, selten bis maximal 50 cm. Schlanke Gestalt, spitzer Kopf mit kleiner Mundspalte. Ein typisches Merkmal der Äsche ist die nach vorne zugespitzte Pupille. Die Schuppen sind relativ klein. Der Rücken ist graugrün gefärbt, der Bauch weiss und die Seiten
silbrig. Die Rückenflosse des adulten Männchens ist grösser als diejenige des Weibchens. Die Schuppenzahl entlang der Seitenlinie beträgt 74-96.

Lebensraum und Lebensweise
Die Äsche bewohnt vorwiegend die nach ihr benannte Äschenregion und bevorzugt besonders
die räumliche und hydraulische Vielfalt dieser Gewässer. Äschen kommen in Europa in keinen
Flüssen vor, die eine mittlere Sommertemperatur von mehr als 18°C aufweisen. Laichende Fische bevorzugen Strecken mit hoher Fliessgeschwindigkeit und lockerem Kies (Grösse 1-3 cm). Die angelegten Laichgruben sind im Verhältnis zu Forellenlaichgruben klein. Die im Kies deponierten Eier benötigen bis zum Schlüpfen zirka 175-200 Tagesgrade. Äschenlarven halten sich in den ersten Wochen in der Ufernähe auf. Besonders nachts ziehen sie sich ganz an den Gewässerrand zurück. Im Alter von zirka vier Wochen bilden sich die ersten Schuppen aus und typische Pigmentzeichnungen werden sichtbar. Die juvenile Äsche lebt nun in der Flussmitte und bevorzugt grössere Fliessgeschwindigkeiten. Die adulte Äsche zeigt keine Standorttreue, sie bevorzugt tiefe Stellen oder langsam fliessende Strecken. Sie ist nicht oder nur wenig unterstandsorientiert. Die Geschlechtsreife tritt mit 2- 3 Jahren ein. Ein Weibchen produziert 14‘000-24‘000 Eier/kg Körpergewicht. Die Äsche laicht im Frühling (März-Mai). Die Nahrung besteht aus Insektenlarven und Bachflohkrebsen, im Sommer oft auch aus Anflugnahrung. Äschen sind empfindlich gegen Gewässerverunreinigungen und Strukturarmut.
 
Bestandessituation und Gefährdung
Die Äsche bildet im Alpenrhein und in den letzten Jahren im unteren Teil des Binnenkanals recht gute Bestände aus. Dennoch ist sie als gefährdet (3) einzustufen. Für den Binnenkanal wurde im revitalisierten Abschnitt das Funktionieren der natürlichen Fortpflanzung nachgewiesen. Es gilt jedoch, für Jungäschen geeignete Uferregionen zu schaffen (Erhöhung der lateralen Vernetzung). Äschen können durch Kormorane einen starken Räuberdruck erleiden.

Schutz und Bewirtschaftung
Die Äsche hat in den letzten Jahrzehnten unter den Gewässerverschmutzungen und den monotonen Habitaten stark gelitten. Obwohl sich ihre Bestandessituation in den letzten Jahren verbesserte, ist sie nach wie vor gefährdet. Aus dem Binnenkanal werden laichreife Äschen entnommen, die Eier künstlich erbrütet und später als Larven ausgesetzt.

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