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Fische und Krebse
Quelle: Fisch und Krebsatlas Liechtensteins

Seeforelle

Salmo trutta lacustris
 


 
Merkmale
Seeforellen sind Wanderfische und erreichen Körperlängen von knapp über 1 m. Der Kopf ist gross, die Kiefer sind bezahnt. Vor der Abwanderung aus dem Geburtsgewässer ist eine Seeforelle von einer Bachforelle nicht unterscheidbar. Der Saum der Fettflosse ist bei einem Jungfisch im Fliessgewässer immer rot ausgebildet. Im See verändert sich das Farbkleid der Seeforelle. Der Rücken ist dunkel, schwärzlichbräunlich oder grau mit bläulich-grünlichem Schimmer, der Bauch hell silbrig. Der Körper ist silberglänzend, mit schwarzen eckigen Tupfen, die oft in Einzelflecken aufgelöst sind. Junge, im See lebende Seeforellen sind heller gefärbt, die Flanken stark silbrig. Entlang der Seitenlinie sind 120-130 Schuppen ausgebildet.
 
Lebensraum und Lebensweise
Seeforellen leben zirka 2-4 Jahre im See, wo sie sich als Raubfisch ernähren. Während dieser Zeit unternehmen sie im See ausgedehnte Wanderungen, meist werden pro Tag mehrere Kilometer zurückgelegt. Im Alter von 3-5 Jahren verlassen sie den See, um sich in ihrem Geburtsgewässer zwischen Oktober und Januar fortzupflanzen. Die Ansprüche an die Laichhabitate entsprechen denjenigen der Bachforelle. Nach der Fortpflanzung kehren die Elterntiere innerhalb von wenigen Tagen in den See zurück. Nach dem Schlüpfen bleiben die jungen Seeforellen für die ersten 2 Jahre in ihrem Geburtsgewässer. Als zweijährige Smolts sind sie silbrig gefärbt und wandern im Frühjahr in den See. Dort verändern sie innert kurzer Zeit ihr bachforellenähnliches Aussehen und werden zu typischen Seeforellen.
 
Bestandessituation und Gefährdung
Die Seeforelle war bis in die 1950er Jahre recht zahlreich. Durch ihren Lebenszyklus ist die Seeforelle auf eine funktionierende Längsvernetzung der Flüsse und kleinsten Bäche angewiesen. Im Alpenrhein tritt die Seeforelle wieder in mässigen Beständen auf, hingegen erst vereinzelt im Liechtensteiner Binnenkanal, im Mühlbach und im Parallelgraben. Obwohl sich durch eine koordinierte Zusammenarbeit zwischen den Ländern des Bodenseeeinzugsgebietes die Bestandessituation verbesserte, gilt die Seeforelle nach wie vor als stark gefährdet (2).
 
Schutz und Bewirtschaftung
Die Seeforelle ist ein sehr beliebter Sportfisch. Besätze erfolgen in verschiedenen Gewässern des Fürstentums Liechtenstein. Nach wie vor gilt es, die Seeforelle zu fördern und zu schützen. Eine zentrale Rolle kommt dabei den Lebensraumverbesserungen zu. Eine vom Grundwasser durchströmte und lockere Kiessohle erhöht das Aufkommen von Eiern und Brütlingen. Strukturreiche Gewässer erhöhen die Überlebensfähigkeit der Jungfische.

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