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Fische und Krebse
Quelle: Fisch und Krebsatlas Liechtensteins

Brachsen

Blei, Brassen, Brachsmen
Abramis brama



  
Merkmale
Charakteristisch für den Brachsen ist die seitlich stark zusammengedrückte und sehr hochrückige Körperform. Die Beschuppung ist kräftig und zeigt eine matte graue bis bräunliche Färbung, Die Flossensäume sind schwarz getönt. Kennzeichnend ist die an der Basis stark verlängerte Afterflosse. Das Maul des Brachsen ist besonders gut an die Bodennahrung angepasst. Es kann wie ein Rüssel herausgestülpt werden und saugt Insektenlarven, Mollusken und andere Kleintiere aus dem Bodensediment. Der Brachsen erreicht mit über 60 cm Länge durchaus stattliche Grössen.
 
Lebensraum und Lebensweise
Die Laichzeit zieht sich vom Frühling bis zum Sommer hin, bevorzugt bei Wassertemperaturen von 18°C und höher. Die Männchen bilden einen starken Laichausschlag auf dem Kopf, dem Vorderkörper und den Flossen aus. Als Krautlaicher suchen die Brachsen pflanzenreiche Uferzonen auf, wo sie vornehmlich nachts in grösseren Gruppen ablaichen. Die Eizahl ist mit mehreren hunderttausend Eiern sehr hoch. Die Eier kleben an der Vegetation, desgleichen die frisch geschlüpfte Brut bis zum Aufzehren des Dottersacks. In seinen ersten Lebensjahren lebt der Brachsen überwiegend von tierischem Plankton und wechselt erst später zu den grösseren Nährtieren am Boden. An Pflanzen geht er nur gelegentlich. Der Brachsen neigt bei starker Bestandsdichte und Nahrungsmangel zur Verbuttung (Kleinwüchsigkeit). Die Fische leben meist gesellig in Gruppen. Sie bevorzugen stehende oder mässig strömende Gewässer mit schlammigem Grund und pflanzenreichen Ufern. Der Brachsen ist der Leitfisch für die fischbiologische Zone der Mittel- und Unterläufe der Flüsse.

Bestandessituation
und Gefährdung Der Brachsen ist aufgrund seiner Lebensraumansprüche in den überwiegend kalten und alpin geprägten Gewässern Liechtensteins nicht sehr verbreitet. Der natürliche Aufstieg aus dem Bodensee über den Rhein erfolgt nur noch in sehr geringem Umfang, da es keine geeigneten Alt und Augewässer als Standorte mehr gibt. Im renaturierten Teil des Binnenkanals könnten sich aber wieder Altwasser-Biotope als gute Brachsenhabitate entwickeln. An die Wasserqualität und seinen Lebensraum stellt der Brachsen keine hohen Anforderungen. Wegen seiner geringen Verbreitung und den noch weitgehend fehlenden geeigneten Lebensräumen ist der Brachsen aber in Liechtenstein als potentiell gefährdet aufgeführt (4).

Schutz und Bewirtschaftung
Der Brachsen ist als Speisefisch wegen der zahlreichen Gräten nicht sehr hoch geschätzt, obwohl sein Fleisch schmackhaft ist. Eine besondere Delikatesse ist der geräucherte Brachsen. Zum Schutz des Brachsen bedarf es der Wiederherstellung der ursprünglichen Stillgewässer und Altwasser.

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